Kunterbuntes 1659 bis 1880
1659
Am 12. Juli 1659 klagt von Reventlow zu Lübeck, dass Joachim von Aken in Plön im Jahre 1654 sein Erbgut Clamp für eine Jahrespacht von 650 Thalern und 4 Rosenobeln gepachtet, aber nicht bezahlt habe. Er fordere ihn deshalb zum Einlager in die Herberge des Claus Schnack zu Fegetasche. (Kinder, Plöner Handels- und Geldgeschäfte im 17. Jahrhundert)
1785
Am 27. Mai haben vier große Jungen einen Knick auf dem Vogelsdorfer Hoffeld zum Verkauf in Lütjenburg „ruiniert." Da sie den Diebstahl eingestanden, wurden sie mit 12 Peitschenhieben bestraft. (Archiv Panker)
1810
All wiederum hat ein Pensionist Abschied genommen. Es ist das pensionierte Pferd namens Mops, 34 Jahre alt. Das Pferd hatte auf dem Gut Clamp gedient. Es musste erschossen werden, nachdem es 24 Stunden im Ihlensee gelegen hatte und nun vor Schwäche keinen Fuß mehr ansetzen konnte. (Archiv Panker)
1816
Ward der zu Kiel arretierte und hierher geholte Hans Detlef Lilienthal von dem H. Oberst v. Motz verhört, und gestand ein, vor einigen Jahren etliche Trachten Besenruten und Bohnenstangen in dem Clamper Revier entwendet zu haben. Da derselbe ganz arm ist, so wurde er zur Strafe auf 14 Tage bei Wasser und Brot eingesetzt (Archiv Panker)
1824
Wurde der verarmte Hans Friedrich Ladehoff von Rönfeldholz, der überdies etwas schwachsinnig und an einer Hand lahm ist, an die Stelle des verstorbenen Hans Giese in das hiesige Armenhaus aufgenommen und mit den aufgelassenen Herrschaftlichen Kleidungsstücken des Hans Giese bekleidet." (Archiv Panker)
1828
Aus dem Rechenschaftsbericht des Lehrers Detlefsen, Wentorf: „Der wichtigste Gegenstand des Unterrichts ist die Religion. Ich habe sie daher mit allen Gegenständen des Lebens, bei welchen es sich tun lässt, verwebt, aber auch noch besonders darin Unterricht erteilt. Bei dem mit anderen Lehrgegenständen vermischten Religionsunterricht sehe ich vornehmlich darauf... 2. sie (die Kinder) dahin zu bringen, dass sie durch die Begriffe von Ursache und Wirkung selbst die Gedanken bekommen: es ist ein Wesen, welches alles gemacht hat, und alle liebt, und uns und allen Menschen durch seine Vorsorge täglich viel Gutes erzeigt; 3. ihnen durch Erzählungen den Unterschied zwischen einem glücklichen und unglücklichen Zustande begrifflich, aber auch die wichtige Erfahrung anschauend zu machen, dass ein weises regelmäßiges und gutes Verhalten glücklich, ein böses aber unglücklich mache.... In der Geographie sind die Kinder vorzüglich mit den dänischen Staaten bekannt worden; nach diesen mit Norwegen und Schweden... Den Gesang betrachte ich nicht als eine unbedeutende Nebensache, sondern vielmehr als ein wichtiges Stück der Jugendbildung, und leite die Kinder dazu an, die Lieder aus unserem Gesangbuche mit gedämpfter Stimme langsam melodisch zu singen." (Archiv Panker)
1834
Wurde dem Bauernvogt Makoben in Wentorf nach Genehmigung des Herrn Kriegsrat Schoenfeldt der Auftrag gegeben, den hilflosen Greis Johann Grebin täglich mit warmem Essen zu versehen wofür ihm eine Vergütung von4 Schilling pro Tag zugesagt worden ist." (Archiv Panker)
1848
„Da infolge der Unsicherheit, welche die gegenwärtigen Zeitereignisse mit sich bringen, es notwendig geworden ist, namentlich gegenüber ausländischen Gesindel zu schützen", wurde ein berittener Polizeiassistent nach Gut Clamp gelegt, der bei Nacht die Straßen und Wege im Gute patrouillien soll. Ein berittener Mann soll ihn begleiten, von Clamp und Vogelsdorf zu stellen. (Archiv Panker)
Außer einer Sterbemeldung eines Soldaten aus Wentorf 1848 ist dies die einzige Nachricht über die Ereignisse der Jahre 1848 – 51 – 64, die in den Akten sowie in der Schulchronik zu finden ist.
1854
Amtseid der Lehrer:
„Endlich gelobe ich hierdurch Sr. Königliche Majestät zu Dänemark als meinem rechten Erbherrn und Könige hold und getreu zu sein, Sr. Majestät und des Königlichen Erbhauses Nutzen und Bestes in jeder Weise und mit aller Kraft zu befördern, mich den Königlichen Verfügungen gemäß zu erhalten und meiner geistlichen und weltlichen Obrigkeit den schuldigen Respekt und Gehorsam zu erweisen. So wahr mir Gott helfe und sein heiliges Wort." (Circulair vom 03. April 1854)
1867
Wir gebieten allen Einwohnern der nunmehr mit unserer Monarchie vereinigten Herzogtümer Holstein und Schleswig, fortan. Und als ihren rechtmäßigen König (von Preußen) und Landesherrn zu erkennen und unseren Gesetzen, Verordnungen und Befehlen mit pflichtmäßigen Gehorsam nachzuleben." (Verordnungsblatt für Schleswig-Holstein 1867, 25. Januar)
1868
Des Königs Majestät haben mittels Allerhöchster Ordre vom 05. Dezember 1868 den im Besitze des Herrn Landgrafen Friedrich von Hessen befindlichen vormals Fürstlichen Hessensteinischen *Fideicommißgütern in Holstein, bestehend aus den adeligen Gütern Panker, Clamp, Hohenfelde mit dem Meierhof Todendorf und Schmoel den Gesamt-Namen „Herrschaft Hessenstein" beizulegen geruht." (Verordnungsblatt für Schleswig-Holstein 165. Stück)
1880
Verfügung des Landrates des Kreises Plön, dass jeder Radfahrer abzusteigen habe, wenn sich ihm ein Reiter oder Pferdefuhrwerk nähert. (G. Kühn, zwischen Plön und Lütjenburg, Die Heimat 1957)
Quelle: Gemeinde Chronik von Herrn Adolf Baumgarten

