Einwohnerversammlung vom 15.08.2007
Mehrkosten für beide Seiten
Kontrolle der Abwassereinleitungen wird schon bald Pflicht
Rund 80 Zuhörer kamen am Mittwochabend in die neue Wentorfer Mehrzweckhalle zur Einwohnerversammlung. Grund für diese ungewöhnlich gute Beteiligung war sicherlich die Einweihungsfeier anlässlich des Hallenneubaus im Anschluss an die Versammlung . Ein weiterer Grund war das Thema „Kontrolle der Abwassereinleitungen“: Diese vom Gesetzgeber vorgegebene Kanal-Inspektion beschäftigt die Menschen auch in Klamp, wie die ausführliche und lebhafte Debatte zeigte.
Ist die Wartung bindend? Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Ist jeder Grundstückseigentümer dazu verpflichtet? Um diese und andere Fragen ging es nach einem Infovortrag von Marion Lehmann-Hinrichs vom Lütjenburger Ingenieurbüro Walter zur neuen Selbstüberwachungsverordnung von Abwasseranlagen und –einleitungen (SÜVO). Zunächst einmal seien die Gemeinden gefordert, fasste der Bürgermeister Stefan Ehrk zusammen. Spätestens bis Ende 2011 müsste der komplette Leitungsbestand im öffentlichen Bereich in einem Kanalkataster dokumentiert werden.
Aber auch Hauseigentümer müssen jetzt alle 10 Jahre (erstmals spätestens Ende 2015) den Nachweis erbringen, das auf Ihrem Grundstück unter der Erde alles einwandfrei läuft. Dichtheitsprüfung heißt in Zukunft das Zauberwort, eine technische Wartung, die mit Kosten verbunden sein wird.
In Sachen Schülerbeförderungskosten übrigens werde nach Auskunft von Bürgermeister Stefan Ehrk wohl am 18. September die Klamper Gemeindevertretung einen entsprechenden Beschluss fassen. Eine Mutter gab zu bedenken, dass es wegen verschiedener Bustarifzonen und somit unterschiedlich hohen Fahrkosten zu großen Ungerechtigkeiten kommen werde.
Das sich in der neuen Wentorfer Mehrzweckhalle auch ausgezeichnet feiern lässt, davon konnten sich die Zuhörer überzeugen. Der neue 20 mal 10 Meter große Gebäudekomplex hinter dem Sportheim sei aber „keine Festhalle“, wie Ehrk betonte, sondern in erster Linie ein Unterstand für die Fahrzeuge und Geräte des Gemeindebauhofs.
Nur in Ausnahmefällen werde die Gemeinde die Mehrzweckhalle den heimischen Vereinen und der Feuerwehr zur Verfügung stellen.
Besonderer Dank ging von Klamps Bürgermeister an seinen Stellvertreter Bernd Benning, der den überwiegend in Eigenleistung erbrachten Bau koordiniert habe. 500 der insgesamt 1381 Arbeitsstunden konnte nach Auskunft Ehrks als (unbezahlter) ehrenamlicher Einsatz verbucht werden. Nur angesichts dieses Engagements hätten die veranschlagten Kosten von 50.000 Euro eingehalten werden können.
Quelle: Kieler Nachrichten 17. August 2007